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Jun 07

Eurocup 2016

Der 1. europäische Footbike Wettstreit im Jahr 2016 fand am vergangenen Wochenende in Twente statt. Dieser wurde durch das lokale Stepteam Twente organisiert. Samstag wurde der Sprint (400 m) und die Staffel auf der “Combibaan” in Losser, Sonntag das Criterium (41 km) auf der “Wielerbaan” in Oldenzaal gefahren.

Auf europäischem Niveau sind die tschechischen Männer im Moment nahezu unschlagbar. Dennoch kein Grund für die Starter aus den anderen Nationen wie Finnland, Estland, Frankreich, Belgien, Italien, Deutschland und den Niederlanden gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Schnellster Niederländer im Sprint am Samstag war der Enschedeer Joost Haveman. Er war damit der einzige Nicht-Tscheche im mit 8 Startern besetzten Halbfinale. Das Finale war ein rein tschechisches Rennen. Hier setzte sich Michal Kulka vor Tomás Pelc und dem führenden der Weltrangliste Marek Kadlec durch.

Bei den Damen war das Finale ein rein Niederländisches Rennen. Hier setzte sich die amtierende Weltmeisterin Rosanne Reijne knapp mit einer Länge vor der Lokalmatadorin und amtierenden 3-fach Junioren Europameisterin Fiona Olthof und Hermien Koers (Halterin des 24 Std. Weltrekord) durch.

Das Criterium bei den Herren am Sonntag wurde ebenfalls von Michal Kulka und Tomás Pelc dominiert. Sie setzten sich bereits in der 2. von 18 Runden von der Führungsgruppe ab. Die Verfolgergruppe wurde von Runde zu Runde kleiner. Hier setzte sich der deutsche Niklas Rother mit einem Husarenritt ab und nahm die Verfolgung der Führenden auf. Im finalen Sprint fuhr dieses Mal Tomás Pelc hauchdünn vor Michal Kulka über die Ziellinie. Kurz danach überquerte Niklas Rother unter lautem Jubel als 3. die Linie.

Bei den Damen verlief das Criterium spannender. Hier gab es bis zum Ende vier Fahrerinnen in der Spitzengruppe. Im fulminaten Schlußsprint setzte sich wieder Rosanne Reijne vor Fiona Olthof und der führenden der Weltrangliste Maxime Reijne durch.

In den Jugend-Rennen über 20 km zeigte der Lokalmatador Patrick Olthof sein Können. Im Sprint belegte er mit geringem Rückstand den 2. Platz. Im Criterium legte er einen Abstand von über eine Minute zwischen sich und dem Rest des Feldes und fuhr souverän als erster über die Ziellinie.

Am Samstag fanden im Anschluß an die Sprint Wettbewerbe die spektakulären Staffel-Rennen statt. Hier fahren Teams aus je drei Fahrern(innen). Jede Runde muß der Roller “als Staffelstab” an den nächsten Fahrer übergeben werden. Diese Übergabe ist eine teils akrobatische, auf jeden Fall spektakuläre Aktion in Höchstgeschwindigkeit. In den Runden werden teilweise Geschwindigkeiten von über 40 km/h erreicht.

Bilder von Bernd Steenbergen